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Bali

Ostbali

Meine authentischste Erfahrung auf Bali hatte ich im Osten der Insel. Denn hier gibt es viele kleine, traditionelle Dörfer, üppiges Hinterland mit endlosen, grünen Reisfeldern und kleinen Flüssen, eine schöne Küste und imposante Vulkane. Obwohl Ostbali alles bietet, was du dir nur wünschen kannst, ist es erstaunlich untouristisch. Hier leben die Einheimischen noch unbeeindruckt vom Tourismus. Nur auf den Vulkanwanderungen triffst du einige Wanderfreunde oder an der Küste ein paar Taucher, die die wunderschönen Riffe erkunden wollen.

Überblick:


Sehenswertes

  1. Mount Batur
  2. Mount Agung
  3. Ausblick Penelokan Main Rd
  4. Pura Besakih
  5. Penglipuran Village
  6. Tirta Gangga
  7. Lempuyang Tempel
  8. Sidemen
  9. Amed Beach
  10. Lahangan Sweet


essen & trinken:

Da Ostbali touristisch noch wenig erschlossen ist, gibt es hier auch nicht so viele Restaurants und Cafés wie in Canggu oder Uluwatu. Wir haben daher entweder in einem Warung entlang unseres Weges gegessen oder im Hotel.

Ein besonderes Café haben wir dann aber doch besucht: Die Kaffeeplantage Tunas Bali Luwak Coffee. Hier gibt es den bekannten Kaffee aus von Katzen verdauten Kaffeebohnen - den "Katzen-Kacka-Kaffee". Wir haben eine gratis Führung über die Plantage mit Kaffee- und Tee-Verköstigung bekommen. Selbstverständlich wurde dafür anschließend im Shop Geld für Mitbringsel für die Liebsten zuhause gelassen.


Übernachtung:

Wir hatten in Ostbali zwei Unterkünfte. Die erste war das Vienna Beach Resort, welches mir auch sehr gut gefallen hat. Unser Zimmer lag direkt am Strand, sodass wir im Zimmer noch das Meeresrauschen hören konnten. Auch im Hotel-Restaurant gab es leckeres Essen und wenn du eine Kokosnuss bestellt hast, wurde die sogar frisch vom Baum für dich gepflückt!

Unsere zweite Unterkunft war das Sweet Escape nahe Sidemen. Die Anlage ist an sich sehr schön und sie liegt schön in die Natur eingebettet mit einem fantastischen Blick auf die Reisterrassen. Doch leider ist die Unterkunft ziemlich in die Jahre gekommen. Alles war etwas moderig, weshalb ich sie leider nicht weiterempfehlen kann.


Was es zu erleben gibt:


Mount Batur

Allein hier für lohnt es sich in den Osten Balis zu kommen: Die beiden Schichtvulkane Mt Batur und Mt Agung. Beide kannst du wandernd erkunden, wobei die Wandertouren meist mitten in der Nacht starten, damit du pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Spitze bist.

Wir haben uns für unsere Wanderung den Mt Batur ausgesucht. Dieser ist mit 1.717m zwar der zweitgrößte Vulkan Balis, doch die Wanderung ist kürzer als zum Mt Agung. Für diese brauchst du einen Guide, wobei es hierfür zig Anbieter gibt. Die Touren sind eigentlich alle gleich. Sie beinhalten ein Frühstück im Basecamp und ein weiteres Frühstück auf der Spitze des Berges, einen Guide und den Transport vom Basecamp zum Startpunkt und wieder zurück. Wir haben bei Batur Sunrise Trekking dafür 475K IDR pro Person gezahlt.

Unsere Wanderung hat ca. 1 Stunde gedauert, wobei wir von einem höheren Startpunkt gestartet sind als viele andere, da wir spät dran waren. Plane daher im Zweifel lieber um die 2 Stunden Wanderzeit ein. Leider waren wir nur etwas unglücklich und hatten bewölktes Wetter, sodass wir zum Sonnenaufgang nicht viel sehen konnten. Die Momente, in denen die Sonne dann aber durch die Wolken blitzte, waren unbezahlbar: Alle riefen und applaudierten laut! Die Stimmung war also trotzdem gut. Auf dem Weg runter klarte es dann immer mehr auf, sodass wir die beeindruckende Landschaft entlang des Mt Batur bewundern konnten.


Mount Agung

Der Mt Agung ist mit 3142m der höchste und heiligste Berg Balis! Deshalb findest du dort auch die heiligste Tempelanlage der Insel. Auf fast 1000m Höhe befindet sich am Mt Agung der Pura Besakih. Du kannst die Tempelanlage mit ihren 23 Tempeln besuchen, jedoch sind einige Teile für Ausländer versperrt und du solltest dich immer informieren, ob der Tempel aufgrund von Zeremonien geschlossen ist.

Die Wanderung zum Mt Agung ist anstrengender und länger als zum Mt Batur. Du kannst entweder von Besakih (ca. 6 Std) oder vom Pura Pasar Agung (ca. 4 Std) aus starten. Oben angekommen erwartet dich dann ein 700m breiter Krater. Die Wanderungen zum Mt Agung sind auch nur mit einem Guide möglich. Hier gilt im Grunde das gleiche wie für den Mt Batur, wobei du nur die verschiedenen Startpunkte im Kopf haben solltest (je nachdem, wie lange du wandern möchtest).

Auch der Blick auf den Mt Agung hat mich immer wieder begeistert. Gerade entlang der Penelokan Main Road wirst du verschiedene Spots finden, von denen aus du einen grandiosen Blick auf den Vulkan mit den Reisfeldern im Vordergrund hast!

Übrigens: Leider lagen sowohl der Mt Batur als auch der Mt Agung bei uns meist in den Wolken. Das lag jedoch an der Reisezeit! In den Sommermonaten (gerade von Mai bis September) solltest du mehr Glück haben und die beiden Vulkane in ihrer vollen Pracht sehen können!


Penglipuran Village

Meinen lieben Freund und Fahrer Bege habe ich ja bereits erwähnt. Jedenfalls wäre ich ohne ihn wohl niemals zum Penglipuran Village gefahren. Daher bin ich ihm sehr dankbar, dass er es mir zeigte. Penglipuran ist ein traditionelles balinesisches Dorf. Mittlerweile ist das Dorf eher ein Ort des Tourismus und des Verkaufs von Kunsthandwerk und lokalen Produkten. Doch noch heute wohnen Balinesen dort. Die Einwohner von Penglipuran sind eins der ältesten Völker und gehören den Bali Aga an. Sie folgen bis heute alten religiösen Praktiken, von denen einige sogar einzigartig in Penglipuran sind!

Mich hat vor allem die Architektur des Dorfes begeistert. Wir konnten uns die einzelnen Häuser und Höfe sogar von innen ansehen. Doch auch der anliegende Bambuswald war beeindruckend. Noch nie habe ich so großen Bambus gesehen! Für deinen Besuch fällt allerdings eine kleine Eintrittsgebühr von 30K IDR an. Doch die lohnt sich!


Tirta Gangga

Tirta Gangga heißt übersetzt "Heiliges Wasser vom Ganges" und um genau dieses heilige Wasser baute der letzte König von Bali einen Wasserpalast mit Park. Der Palast besteht aus mehreren Wasserbecken und Brunnen. In seinen Teichen findest du viele knallorangene Kois.

Wenn du den Palast siehst, kannst du kaum glauben, dass er bei einer Eruption des Mt Agung 1963 zerstört wurde. Denn die Balinesen haben beim Wiederaufbau einen guten Job geleistet, sodass der Palast heute wieder von Touristen besucht werden kann. Und von denen gibt es hier nicht zu wenige. Komm daher am besten direkt zur Eröffnung der Anlage vorbei, um die Touristenmassen zu vermeiden.


Lempuyang Tempel

Eins der ersten Bilder, die ich jemals von Bali gesehen habe, war ein Foto vom Gate of Heaven. Es hatte mich damals irgendwie begeistert, weshalb ich unbedingt dorthin wollte. Das Gate befindet sich im Lempuyang Tempel. Doch leider ist es schon lange kein Geheimnis mehr. Daher stehst du hier um die 2 Stunden für ein künstliches Foto an. Denn der schöne Wassereffekt des Bildes ist in Wahrheit mit einem Spiegel gemacht.

Immerhin ist die Wartezeit für das bekannte Bild gut geregelt. So bekommst du mit dem Eintritt eine Nummer. Sobald diese aufgerufen wird, bis du an der Reihe mit einem Bild. Da du dich also nicht anstellen musst, kannst du die Wartezeit prima nutzen, um die Tempelanlage zu erkunden. Denn das machen tatsächlich die wenigsten der Besucher hier, was schade ist. Denn die Lempuyang Tempelanlage hat neben seinem berühmten Gate insgesamt sieben verschiedene Tempel zu bieten, die du auf einer kleinen Wandertour über den Berg erkunden kannst.


Sidemen

Für die beliebten grünen Reisterrassen fahren die meisten Touristen nach Ubud. Dabei hat Sidemen ebenfalls wahnsinnig schöne und vor allem weite Reisterrassen zu bieten! Was ich an diesen sogar schöner fand, ist, dass sie nicht so auf den Tourismus ausgelegt sind. Vielmehr ist hier alles noch sehr natürlich. Du findest also keine Himmelsschaukeln oder Liebesnester. Dafür findest du Natur pur! Mache dich daher auf eine Wanderung durch die schönen Reisterrassen von Sidemen.

Sidemen selbst und die umliegenden Dörfer lohnen sich ebenfalls für einen Besuch, wenn du Bali abseits des Touri-Trubels erleben möchtest. Nirgendwo findest du so authentische, balinesische Dörfer. Wir sahen den Einheimischen bei der Arbeit zu und wie die Kinder in der Schule unterrichtet wurden und aßen leckere, lokale Speisen. Außerdem zeigte uns Bege sogar sein eigenes Dorf, in dem gerade alle in den Vorbereitungen für eine Zeremonie steckten. Noch untouristischer geht's wohl nicht.


Amed Beach

Amed war früher ein sehr armes Gebiet. Mittlerweile hat sich der Ort jedoch als ein Ausgangspunkt für Taucher und Urlaubsort für Ruhesuchende und Familien entwickelt. Denn an der 14km langen Küste kannst du perfekt ins Wasser gehen und schaust dabei auf schöne, begrünte Berge. Auch die Unterwasserwelt kann sich mit schönen Riffen, versunkenen Statuen und einigen Schildkröten sehen lassen.

Nicht unweit von Amed entfernt findest du auch Lahangan Sweet. Dies ist ein Aussichtspunkt mitten im Urwald Balis, von wo aus du auf den Mt Agung blicken kannst. Genau genommen gibt es mehrere Aussichtsplattformen, wobei die bekannteste die Baumhaus-Plattform ist. Leider war bei uns das Wetter nicht so gut, weshalb wir den Ausblick skippten. Doch ich habe von Freunden gesagt bekommen, dass es sich lohnt. Nur der Weg dorthin ist wohl nicht nicht ganz so gut ausgebaut. Du solltest dich daher vorher über den besten Weg informieren. Vielleicht helfen dir ja Flo und Isabelle hier weiter.



Ich habe dir eine Liste mit allen Orten auf Google Maps zusammengestellt.

Die Liste findest du hier.