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Jura: Mein Referendariat beim New York State Department of Environmental Conservation


Dear diary,

schon als Teenager träumte ich davon, eine Zeit lang in den USA zu leben. Doch während der Schulzeit traute ich mich nicht, wollte nicht aus meinem gewohnten Umfeld herausgerissen werden. Nachdem ich die vergangenen Jahre jedoch viel Auslandserfahrung gesammelt habe, wollte ich mich endlich über den Teich trauen. Dafür bot das Referendariat in der Wahlstation die perfekte Gelegenheit! Doch wie habe ich mich beworben? Was erwartete mich dort? Und wie ist es im Ausland das Referendariat zu absolvieren? All diese Fragen werde ich hier beantworten!

Ich kann es nicht fassen, dass meine Zeit in New York schon wieder vorbei ist. So gerne wäre ich noch länger geblieben. So gerne würde ich wieder zurück. Denn besser hätte die Zeit dort eigentlich nicht seien können. Ich hätte mir für die Wahlstation keine bessere Stadt und keinen besseren Arbeitgeber suchen können! Die Arbeit beim New York State Department of Environmental Conservation (Region 2) hat mir nicht nur spannende Aufgaben und einen Einblick in ein weiteres Rechtssystem geboten. Ich habe vielmehr liebe Kollegen in mein Herz geschlossen und etwas mehr Lebenserfahrung gewonnen. Und ganz nebenbei habe ich mich im Gegensatz zu der Arbeit in einer Großkanzlei auch nicht überarbeitet. Also perfekt, um New York zu erleben!

Zurück aus New York habe ich nur einen Gedanken: Obwohl ich nicht unbedingt dauerhaft in Amerika leben wollen würde, würde ich schon gerne zurückkehren. Zumindest für ein paar Jahre und viele weitere fantastische Erfahrungen!

  Wie und Wann hast du dich beworben?

Anfangs stand für mich nur fest: Ich möchte in die USA! Wohin und was ich genau machen wollte, hatte ich bis dahin noch nicht für mich definiert. Daher habe ich erstmal recherchiert, welche Möglichkeiten es eigentlich für ein Referendariat in den USA gibt. Die wohl bekannteste Option ist eine Bewerbung beim Auswärtigen Amt. Dieses bietet die Möglichkeit, das Referendariat in einer der Botschaften oder Generalkonsulate zu absolvieren. Für die USA gibt es neben der Botschaft in Washington mehrere Generalkonsulate über die Staaten verteilt, bei denen du dich bewerben kannst. Zusätzlich gibt es in New York noch Referendarstellen bei der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen (SteV) zu vergeben. Eine Liste der Einsatzorte für das Auswärtige Amt findest du hier. Daneben kannst du dich bei der Außenhandelskammer (AHK) bewerben, die in den USA fünf Standorte hat. Außerdem ist es üblich, sich bei Kanzleien zu bewerben. Hier habe ich durch intensive Recherche einige Anlaufstellen gefunden, beispielsweise durch Erfahrungsberichte in juristischen Ausbildungszeitschriften. Zudem habe ich die Deutsch-Amerikanische Juristen-Vereinigung (DAJV) kontaktiert. Diese hat eine Liste mit Stellen, bei denen du dich bewerben kannst (was zugegebenermaßen weniger zeitintensiv ist als meine eigene Recherche).

Nachdem ich nun die viele Optionen vor mir hatte, musste ich mich so langsam entscheiden, was ich machen und vor allem wohin ich denn eigentlich wollte. Schon während meiner Recherche merkte ich immer mehr, dass ich am liebsten nach New York wollte. Zwar waren auch Washington, Boston und San Francisco hoch im Rennen. Doch mein eigenes Gefühl sagte mir, dass New York der richtige Ort für mich sei. Daher konzentrierte ich mich bei meinen Bewerbungen hauptsächlich auf die Angebote dort, ließ aber auch Stellen in anderen Städten nicht ganz links liegen.

Für die Bewerbung beim Auswärtigen Amt und der AHK habe ich mich innerhalb der Frist - spätestens 7 Monate vor Beginn der Station - beworben. Anschließend begann ich mich bei diversen Kanzleien und dem New York State Department of Environmental Conservation (NYSDEC) zu bewerben. Letzteres hatte ich auf der Liste der DAJV gefunden, fand es sehr interessant und irgendwie mal etwas anderes als die bekannten Möglichkeiten. Nach und nach bekam ich dann Rückmeldungen. Leider waren bereits 8 Monate vor Beginn meiner Station einige Stellen in den Kanzleien besetzt - da hätte ich mich also etwas früher bewerben müssen. Doch ich hatte dennoch ein paar Bewerbungsgespräche mit Kanzleien und dem NYSDEC, die glücklicherweise erfolgreich verliefen. Nachdem ich mehrere Optionen hatte, entschied ich mich aus Interessensgründen die Stelle beim NYSDEC anzutreten - und ich bereue es keine Sekunde, obwohl ich dort keine Zusatzvergütung bekam.

Zwischenzeitlich fanden zwei Freunde aus meiner Referendar-AG sogar ebenfalls eine Stelle in New York: Der eine bei der SteV und die andere bei der AHK. Besser hätte es für uns drei wohl nicht laufen können!

  Wie hast du deine Unterkunft gefunden?

Nachdem ich für meine Verwaltungsstation in Brüssel ein wunderschönes Airbnb für die Zeit dort gefunden hatte, wollte ich das gleiche für New York probieren. Und obwohl es in New York schon deutlich schwieriger war, ein anständiges und preislich angemessenes Airbnb zu finden, fand ich am Ende eins in Brooklyn. Doch mein Glück mit der Wohnungssuche in Brüssel sollte sich in New York dann offensichtlich nicht wiederholen: Zwei Wochen vor meiner Ankunft in New York wurde mein Airbnb storniert. Der Vermieter hatte dem Airbnb-Host gekündigt, sodass dieser aus der Wohnung ausziehen musste und mir logischerweise mein Zimmer nicht mehr zur Verfügung stellen konnte.

Ich kann dir sagen: Es gibt besseres, als während der Examensklausuren eine neue Wohnung in New York zwei Wochen vor Reiseantritt zu suchen! Logischerweise war fast alles ausgebucht oder viel zu teuer. Glücklicherweise fand ich noch ein Zimmer in einer WG über Outpost Club. Das war zwar deutlich teurer als das ursprüngliche Airbnb-Zimmer, doch mir blieb nicht wirklich was anderes übrig. Am Ende war ich sogar ganz froh. Ich wohnte in einer sehr ordentlichen Wohnung mit freundlichen Mitbewohnern und eigener Waschmaschine, wir hatten eine große Community-Area sowie ein Fitnessstudio für das gesamte Haus und wenn etwas kaputt ging, wurde es sofort repariert. Außerdem mochte ich meine Wohnlage. Ich wohnte in Bed-Stuy in Brooklyn, direkt an einer Subway Station vom G-Train, sodass ich schnell zur Arbeit (nach Long Island City in Queens) kam, doch auch gut angebunden an Manhattan und andere Ecken von Brooklyn war. Wenn ich jedoch nochmal eine Wohnung in New York suchen müsste, würde ich es möglicherweise anders machen. Denn Outpost Club ist meiner Meinung nach trotz allem zu teuer!

Freunde von mir haben bei June Homes gewohnt, was zwar nicht wesentlich günstiger als Outpost Club ist, aber doch ein bisschen. Allerdings kannst du mit June Homes auch etwas Pech haben. Denn eine Freundin hatte ein Zimmer ohne Tageslicht, was aus dem Inserat bei June Homes nicht hervorging. Ein anderer Freund hatte bei June Homes hingegen ein sehr cooles Zimmer an einer Feuertreppe mit einer netten WG! Einige Freunde von mir haben außerdem im Kolping House oder im Webster House gewohnt. Beide Häuser sind auf jeden Fall gute und günstigere Alternativen für kurze Zeiten in New York. Mir hätte hier jedoch die eigene Küche sowie die Freiheit, Übernachtungsbesuch zu empfangen, gefehlt. Am glücklichsten vom Preis-Leistungs-Verhältnis waren sogar die Freunde von mir, die ihre Unterkünfte über Facebook oder ähnliche Plattformen gefunden haben. Wer länger in New York bleibt, findet die wohl besten Unterkünfte jedoch über Roomi - eine Plattform zur Suche von Mitbewohnern - und StreetEasy. Freunde von mir haben hiermit sehr gute Erfahrung gemacht!

  Was hast du gemacht? Was waren deine Hauptaufgaben?

NYSDEC ist eine amerikanische Verwaltungsbehörde, sodass ich mit typischen Verwaltungsaufgaben beschäftigt war. Aus deutscher Sicht würde das heißen, ich habe Verfügungen, Klagen und Klageerwiderungen geschrieben. Da das System in Amerika jedoch etwas anderes aufgebaut ist, kannst du das nicht eins zu eins vergleichen. Ich bereitete vielmehr Schriftsätze vor, die beispielsweise "Consent order" oder "Motion for an order without hearing" hießen. Ähnlich wie bei Verfügungen und Klagen lernst du hier jedoch einmal den Aufbau und die rechtlichen Grundlagen kennen und kannst es entsprechend adaptieren. Daneben hatte ich einige Recherche-Aufgaben und begleite meinen Ausbilder und andere Kollegen zu internen sowie externen Meetings und Gerichtsverhandlungen.

Besonders spannend waren jedoch die "Site-Visits". Dort sind wir gemeinsam mit den Biologen zu Grundstücken gefahren, haben diese besichtigt und festgestellt, inwieweit diese mit dem New York State Environmental Law oder bestimmten Auflagen im Einklang waren. Außerdem war ich einmal mit Kollegen bei den "Umweltpolizisten" in unserem Gebäude. Dort schauten wir uns beschlagnahmte Elfenbeinprodukte für einen Fall an und bekamen zusätzlich noch eine kleine Führung, bei der wir uns weitere beschlagnahmte Sachen tierischen Ursprungs anschauen durften. Der kurze Ausflug fühlte sich an wie im Museum!

  WElche Kosten hattest du?

Vorab: New York ist teuer - sehr teuer! Ich habe bereits im Vorhinein für die Zeit in New York gespart, doch ohne die Unterstützung meiner Eltern, hätte ich das Privileg, drei Monate in der Stadt zu leben und diese zu erleben, wohl nicht genießen können. Die hohen Kosten können auch nicht durch den Kaufkraftausgleich des LBV ausgeglichen werden. Selbst wenn ich bei meiner Wahlstation eine Zusatzvergütung erhalten hätte (was übrigens meistens nur in den größeren internationalen Kanzleien der Fall ist), hätte die wahrscheinlich noch nicht einmal für die Miete gereicht. Denn die hat mich bereits um die $2000 pro Monat gekostet. Mein ursprüngliches Airbnb-Zimmer hätte ich zwar schon für um die $1400 pro Monat bekommen, doch auch das ist schon viel Geld. Außerdem hat mich das Visum insgesamt um die 1300€ gekostet, die schon vor New York von meinem Ersparten weg waren. Auch musste ich eine Auslandskrankenversicherung abschließen, dich mich um die 68€ monatlich gekostet hat, wobei ich ca. 200€ vom LBV ersetzt bekommen habe.

Daneben sind die Lebenshaltungskosten in New York deutlich höher: Die Lebensmittel kosten mehr, auswärts Essen und Trinken kostet mehr, die Aktivitäten kosten mehr, usw. Und es wird von dir erwartet, dass du immer mind. 18% Trinkgeld (tip) gibst und auf die Preise wird immer nochmal die Steuer (tax) berechnet, was alles nochmal teurer macht. Zusätzlich wollte ich New York natürlich erleben und habe entsprechend mehr unternommen. Wenn du das alles zusammen nimmst, habe ich pro Monat nochmal mind. $1500 nur für Essen, Aktivitäten und Co. ausgegeben - wenn nicht sogar mehr. Zugegebenermaßen habe ich kein Haushaltsbuch hierüber geführt, weshalb ich es nicht genau sagen kann. Ziemlich sicher kannst du auch günstiger in New York über die Runden kommen. Ich habe die drei Monate jedoch einfach den Moment genießen und so viel mitnehmen wollen, wie möglich; Broadway-Shows, Sport-Events, Reisen oder teure Cocktails in Rooftop-Bars inbegriffen.

Viel Geld hat uns alle sicherlich das Ausgehen bzw. Trinken gekostet. Denn Alkohol ist schon sehr teuer in New York. In Manhattan liegen die Cocktailpreise durchschnittlich bei $18-20 - tip und tax nicht eingerechnet, in Brooklyn habe ich Cocktails hingegen "schon" für $14-16 bekommen. Einmal haben ein Freund und ich Glühwein bestellt - leider standen die Preise nicht auf der Karte - und wir haben mit tip und tax $36 pro Person (!) gezahlt. Wir dachten, wir gucken nicht richtig, als wir die Rechnung bekamen. Auch die Bierpreise starten meist bei mind. $10 - mit großer Ausnahme von Rudy's Bar & Grill, wo du ein Pint schon ab $3 und einen Pitcher ab $12 bekommst. Dreimal darfst du raten, wo wir entsprechend oft waren! Solltest du kein Alkohol trinken, bist du automatisch wesentlich günstiger in New York unterwegs! Das habe ich im Dezember spürbar bemerkt. Denn da habe ich viel öfter zum Leitungswasser (das ist nämlich immer umsonst!) oder zum Tee gegriffen, wenn wir unterwegs waren. Mein Portemonnaie war direkt weniger belastet. Dennoch hat mich das alltägliche Essen und die Erlebnisse weiterhin deutlich mehr gekostet als in Deutschland - und das nicht nur, weil ich mehr unterwegs war als zuhause.

Wenn du also New York erleben möchtest, indem du eine Broadway-Show besuchst, zum Basketball gehst, dir die Stadt von einem der vielen Rooftops anguckst, dich kulinarisch durch die Stadt testest oder eine der Speakeasy-Bars entdeckst, dann solltest du ein entsprechendes Budget einplanen. Solltest du darüber hinaus noch mehr von den USA sehen wollten, z.B. nach Washington, Boston oder Miami reisen, dann solltest du nochmal mehr einplanen. Daher fang am besten direkt mit dem Sparen an!

 Wie hast du neue Leute kennengelernt?

Ich war in New York ehrlich gesagt ein bisschen in der German-Bubble. Denn es ist durch die Arbeit, gemeinsame Bekannte und Referendarveranstaltungen am einfachsten, andere Referendare in New York kennenzulernen. Normalerweise würde ich jetzt sagen "leider" war ich in der German-Bubble. Jedoch habe ich unter den deutschen Referendaren so liebe Menschen kennengelernt, dass ich es nicht bereue und wunderbare neue Freunde gewonnen habe, mit denen ich auch jetzt noch in Kontakt bin! Zugegebenermaßen fällt der Abschied auch etwas leichter, wenn die Freunde zuhause in Deutschland wohnen, als weit weg in Amerika.

Die deutschen Referendare lernst du ziemlich einfach über die Arbeit (vor allem, wenn du bei der SteV arbeitest, da dort so viele Referendare und Praktikanten arbeiten) oder über Referendarveranstaltungen kennen. Beispielsweise organisiert die Kanzlei Alston & Bird alle zwei Wochen ein Referendarfrühstück. Für dieses kannst du dich ganz einfach per Mail hier anmelden. Während ich in New York war, hat außerdem Noerr einen Referendarweihnachtsabend veranstaltet. Über die Veranstaltung haben wir beim Alston & Bird Frühstück erfahren, du kannst allerdings auch hier eine Mail an Noerr schreiben und nach kommenden Veranstaltungen fragen.

Daneben habe ich dann doch noch andere - nicht deutsche - Freunde gefunden. Die Begegnungen haben sich ehrlich gesagt einfach so ergeben. Beispielsweise habe ich meine Freunde Ken und Mike kennengelernt, als ich mit einer Freundin beim Baseball war. Wir wollten ein Bild machen, fragten sie, ob sie eins machen könnten und kamen ins Gespräch. Auch wenn ich abends unterwegs war, habe ich immer wieder Leute kennengelernt, mit denen ich Nummern ausgetauscht habe und mich getroffen habe. Und dann habe ich wiederum über Freunde und Bekannte neue Leute kennengelernt. Solange du offen bist und dich vielleicht auch mal traust, selbst auf Menschen zuzugehen, lernst du ganz sicher neue Leute kennen!

 Was muss ich beachten, wenn ich mein Referendariat im Ausland machen möchte?

Die Frage kann ich nicht so pauschal beantworten, da dies von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein kann. So kannst du beispielsweise in NRW während der Verwaltungs- und der Wahlstation ins Ausland, in manch anderen Bundesländern nur in der Wahlstation. Außerdem sind Rechtsreferendare beispielsweise in Hessen verbeamtet, in manch anderen Bundesländern nicht. Die folgenden Ausführungen beziehen sich damit eher auf NRW. In jedem Fall solltest du aber nochmal mit deiner zuständigen Ausbildungsleitung die Einzelheiten besprechen.

Ich bin für die Wahlstation nach New York gegangen. Dafür habe ich ganz normal - wie für die Anwaltsstation auch - die Überweisung zum NYSDEC bei der Ausbildungsstelle meines Landgerichts beantragt. Einzige Voraussetzung war dabei, dass der für mich zuständige Ausbilder eine Qualifikation besitzt, die dem deutschen Volljuristen entspricht - in meinem Fall war mein Ausbilder sogar deutscher Volljurist. Darüber hinaus brauchte ich nach Abschluss der Station ein deutsches Zeugnis mit folgendem Inhalt: Angaben zur ausbildenden Person und zu mir, Ausbildungszeitraum, Ausbildungsinhalte, die Gesamtnote sowie Datum und Unterschrift.

Daneben habe ich für Amerika auch ein Visum benötigt. Für Referendare ist dies das J1-Visum. Für dieses Visum benötigst du einen sog. Sponsoren. Ich habe mich hierbei für die AHK als Sponsor entschieden. Auf der Website der AHK zum J1-Visum ist der ganze Visumsprozess hier Schritt für Schritt erklärt. Außerdem hat mir die zuständige Sachbearbeiterin dort bei jedem Schritt nochmal erklärt, was ich als nächstes machen muss. Leider fällt für das J1-Visum neben der Konsulats- und SEVIS-Gebühr immer eine Sponsorengebühr an und die Anfahrt zum Konsulat bzw. zu der Botschaft muss auch gezahlt werden, sodass du um die 1300-1400€ für das Visum zahlst. Im Übrigen benötigst du noch eine Auslandskrankenversicherung. Hierfür haben wir jedoch einen Teil der Kosten vom LBV erstattet bekommen.

 Was sollte man unbedingt machen? LieblingsOrte, -Restaurants & Co?

Ich könnte Stunden damit verbringen, Tipps für New York zu geben! Doch das würde den Rahmen hier sprengen, daher habe ich meine New York Tipps hier für dich zusammengefasst. Es gibt aber so ein paar Dinge, die ich dir auf jeden Fall empfehlen würde - gerade, wenn du längere Zeit in New York bist:

  1. Fahre aus New York City raus und entdecke New York State! Im Sommer ist Long Island mit den Hamptons ein schönes Ziel. Im Herbst kannst du in Upstate New York wunderbar wandern. Und wenn es schneit, dann miete dir eine Hütte in den Catskill Mountains!
  2. Besuche auf jeden Fall ein Sport-Event - am besten von jeder Sportart! Ich war zweimal beim Football, einmal beim Basketball und einmal beim Baseball. Jedes Ereignis war ein besonderes Erlebnis für mich! Dabei habe ich gar nicht mal so viel Ahnung von Basketball und kannte keine einzige Baseballregel. Doch die Atmosphäre war unvergleichlich und die Grundregeln sind auch schnell verstanden.
  3. Komm raus aus Manhattan! Manhattan allein ist zwar schon cool und interessant, doch New York City ist nicht nur Manhattan. Ich bin vor allem gerne in Brooklyn unterwegs gewesen, da ich dort gelebt habe. Doch auch in Queens, der Bronx und Staten Island gibt es so viel zu entdecken! Ich fand es dort viel authentischer und du triffst kaum noch Touristen!
  4. Nimm so viele Shows mit wie möglich! Nicht nur am Broadway! Auch beim Ballett, in einer Jazz-Bar oder einer kleinen Comedy-Show. In kaum einer anderen Stadt hast du die Möglichkeit, so viele verschiedene, gute große und kleine Künstler live zu sehen, wie in New York! Daher solltest du das nutzen! Um etwas Geld zu sparen noch ein kleiner Tipp: Für Broadway-Shows gibt es die Möglichkeit an sog. Lotterien teilzunehmen. Für die Teilnahme zahlst du nichts. Wenn du die Lottery gewinnst, bekommst du aber kurzfristig Ticket für gute Plätze zum günstigen Pauschalpreis. Wie du an die günstigsten Tickets für Broadway-Shows kommst, erfährst du hier. Außerdem kannst du dir Live TV-Shows umsonst anschauen. Alles, was du dafür tun musst: Auf 1iota für den Lostopf für die jeweilige Show eintragen und etwas Glück haben. Ich habe so die Jimmy Fallon und die Seth Meyers Tonight Show live sehen können!
  5. Schaue dir die Stadt von oben an! Ich war tatsächlich auf jeder Aussichtsplattform und in vielen Rooftop-Bars. Jedes Mal war ich aufs Neue vom Blick über die Dächer geflasht! Die Rooftop-Bars sind definitiv die günstigere Alternative, da du hier keinen Eintritt zahlst, sondern "nur" dein Getränk. Meine Lieblingsadressen sind die Manhatta, das Westlight und Harriet's Rooftop. Von allen drei Orten hast du jeweils einen ganz anderen Blick. Die Aussichtsplattformen liegen aber meist nochmal ein Stück höher und bieten daher einen teilweise noch besseren Blick. Ich liebe Top of the Rock, meiner Meinung nach bietet jedoch das Summit One Vanderbilt den besten Blick vom Preis-Leistungs-Verhältnis her.
  6. Erlebe New York kulinarisch! Denn ich habe nicht einmal schlecht gegessen in New York! Egal, ob Italienisch, Peruanisch, Asiatisch oder im typischen Diner. Außerdem solltest du unbedingt süße Sachen wie Cookies oder New York Cheesecake probieren. Und was natürlich auf gar keinen Fall fehlen darf: Bagels! Nirgendwo kannst du sie so gut essen wie in New York! Tipps für Restaurants, Cafés und Co. findest du hier.
  7. Arbeite mindestens einmal remote in einem Café - einfach für's Feeling!
  8. Feiere so viele amerikanische Festtage wie möglich! Ich hatte das Glück, Halloween, Thanksgiving, Christmas und New Year's Eve mitnehmen zu können. Jedes Event war ganz besonders, wobei gerade Thanksgiving für mich ein unbeschreibliches Erlebnis war! Doch auch die Aufstellung des Rockefeller Christmas Tree oder die Dyker Heights Christmas Lights haben die Weihnachtszeit in New York bereichert.
  9. Gehe ganz viel raus und entdecke die Stadt, denn du bist nur einmal jung!

Meine Zeit in New York war eine großartige Erfahrung, die ich unter keinen Umständen missen möchte! Daher kann ich nur jedem empfehlen, eine ähnliche Erfahrung zu machen. Außerdem bietet so ein Auslandsaufenthalt definitiv eine Abwechslung vom restlichen Referendariat. Wobei ich auch Nicht-Juristen immer empfehlen würde, mal eine Auslandserfahrung gemacht zu haben. Denn du lernst dabei meiner Meinung nach Dinge, die dich keine Ausbildung und kein Studium dieser Welt lehren könnten. Ich hatte zudem bei jedem meiner Auslandsaufenthalte das Gefühl, mich nochmal verändert zu haben - im positiven Sinne.

Ich kann dir nur Vorteile aufzählen, wieso du dein Referendariat im Ausland absolvieren solltest. Noch mehr Gründe es in New York zu tun. Also worauf wartest du noch? Bewirb dich jetzt!

xx Chiara



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