von Sigiriya aus ging es für uns zunächst mit dem Taxi nach Kandy. Dort haben wir uns noch schnell einen kleinen Snack bei Avo Coffee Kandy besorgt, bevor wir in den wohl berühmtesten Zug Sri Lankas gestiegen sind: Den von Kandy nach Ella.
Vorab hatte ich gelesen, unbedingt die zweite Klasse zu buchen, weil du dort die Fenster öffnen kannst – perfekt für die ikonischen Fotos mit wehenden Haaren vor endlosen Teeplantagen. Tja. Ich hatte allerdings aus Versehen Tickets für die erste Klasse gekauft.
Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht – schließlich sind dort die Fenster geschlossen (dafür ist alles klimatisiert). Aber im Nachhinein war es eigentlich perfekt für uns. Es war angenehm kühl, deutlich ruhiger und trotzdem konnten wir jederzeit zu den offenen Türen gehen. Und ja – diese Türen sind wirklich offen. Genau das macht diese Fahrt so besonders: Während der Zug langsam durch grüne Hügel und Teeplantagen fährt, stehen die Menschen in den Türrahmen, lassen die Beine baumeln und machen Fotos. Dieses Bild kennst du bestimmt von Instagram; und es ist genauso schön, wie es aussieht.
Die Strecke selbst ist spektakulär. Immer wieder fährt der Zug durch sattgrüne Landschaften, vorbei an kleinen Dörfern, Brücken und Nebelschwaden über den Hügeln. Es gibt sogar eine kleine Bordküche im Zug, die in unserem Zug zwischenzeitlich sogar fast schon eine kleine Party schmiss. Eine ziemlich charmante Mischung aus Backpackern, Einheimischen und ganz viel Vorfreude auf Ella.
Nach mehreren Stunden mit immer wiederkehrenden „Wow“-Momenten kamen wir schließlich in Ella an. Und der Kontrast zu Sigiriya war sofort spürbar. Ella ist deutlich touristischer, lebendiger, fast schon ein kleiner Backpacker-Hub mit Bars, Restaurants und etwas mehr Party-Vibe. Nach dem eher ruhigen, traditionellen Sigiriya wirkte das erst einmal anders – vielleicht sogar ein kleines bisschen zu touristisch. Trotzdem: Die Bergkulisse, die frische Luft und die entspannte Atmosphäre haben uns direkt abgeholt.
xx Chiara