vom Udawalawe National Park ging es für uns weiter an die Südwestküste – genauer gesagt nach Hiriketiya - unser absoluter Lieblingsort der gesamten Sri-Lanka-Reise. Es ist einer dieser Orte, an denen du ankommst und sofort weiß: Hier könnten wir bleiben. Einen Monat. Vielleicht länger. Morgens entspannt zum Café, zwischendurch surfen oder Yoga, vielleicht ein Retreat, vielleicht auch einfach nur lesen und sich durch die vielen guten Cafés und Restaurants testen.
Hiriketiya fühlt sich ein bisschen so an, wie ich mir Bali „früher“ vorstelle. Lässig, kreativ, entspannt – aber noch nicht komplett überlaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Ort wachsen wird. Vielleicht wird er irgendwann das „neue Bali“. Aber im Moment hat er noch genau diesen coolen, unaufgeregten Vibe, der ihn so besonders macht.
Wir sind später noch weiter nach Matara und Mirissa gereist – beides schöne Orte, die uns ebenfalls gefallen haben. Generell mochten wir die gesamte Südküste sehr. Aber Hiriketiya? Da ist einfach ein kleines Stück Herz geblieben.
Und dann passierte da noch etwas, das ich unbedingt erzählen möchte... Wir haben während der gesamten Reise keinen einzigen Hund angefasst. Wirklich keinen. Eines Abends liefen wir aber an einem kleinen Dackel vorbei. Daneben stand vermutlich die Mutter. Der Dackel war zutraulich, Kim wollte nur schnell ein Foto machen. Die Mutter fand das offensichtlich nicht so gut – und schnappte nach ihr.
Zum Glück hatte Kim sich vor der Reise gegen Tollwut impfen lassen. Und das war wirklich entscheidend. Sri Lanka und Indien gehören zu den Ländern mit erhöhtem Tollwutrisiko, und streunende Hunde sind einer der Hauptüberträger. Auch bei einer Impfung sind nach einem Vorfall noch sogenannte Booster-Impfungen notwendig, weil Tollwut unbehandelt immer tödlich verläuft. Entsprechend vorsichtig ist man.
Wir mussten also noch zwei Auffrischungsimpfungen vor Ort für Kim organisieren. Zum Glück gibt es sowohl in Hiriketiya als auch in Mirissa medizinische Einrichtungen, und Kim war auslandskrankenversichert. Am Ende war alles gut – und wir konnten die Situation mit mit Humor nehmen. Aber es war eine wichtige Erinnerung: Reisevorbereitung ist nicht nur Bürokratie. Manchmal ist sie einfach verdammt wichtig.
Und trotz dieses Zwischenfalls bleibt Hiriketiya für uns ein Ort voller Leichtigkeit, Meer, Sonnenuntergänge und diesem Gefühl von "hier kann ich bleiben".
xx Chiara