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Südküste

Die Südküste von Sri Lanka ist genau das, was man sich unter tropischem Inselgefühl vorstellt: Palmen, goldene Strände, Surfer überall und entspanntes Meeresrauschen im Hintergrund. Orte wie Matara oder Mirissa sind lebendig, sonnig und perfekt für Strandtage mit Sundowner. Unser absolutes Highlight war jedoch Hiriketiya. Die kleine, halbmondförmige Bucht wirkt fast wie ein verstecktes Paradies – entspannt, überschaubar und trotzdem mit richtig guten Cafés. Es ist einer dieser Orte, an denen du morgens in Flipflops zum Café läufst, den Tag zwischen Wellen und Palmen verbringst und abends bei einem kalten Drink ausklingen lässt.

16/11/2025

dear(travel)diary,

vom Udawalawe National Park ging es für uns weiter an die Südwestküste – genauer gesagt nach Hiriketiya - unser absoluter Lieblingsort der gesamten Sri-Lanka-Reise. Es ist einer dieser Orte, an denen du ankommst und sofort weiß: Hier könnten wir bleiben. Einen Monat. Vielleicht länger. Morgens entspannt zum Café, zwischendurch surfen oder Yoga, vielleicht ein Retreat, vielleicht auch einfach nur lesen und sich durch die vielen guten Cafés und Restaurants testen.

Hiriketiya fühlt sich ein bisschen so an, wie ich mir Bali „früher“ vorstelle. Lässig, kreativ, entspannt – aber noch nicht komplett überlaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Ort wachsen wird. Vielleicht wird er irgendwann das „neue Bali“. Aber im Moment hat er noch genau diesen coolen, unaufgeregten Vibe, der ihn so besonders macht.

Wir sind später noch weiter nach Matara und Mirissa gereist – beides schöne Orte, die uns ebenfalls gefallen haben. Generell mochten wir die gesamte Südküste sehr. Aber Hiriketiya? Da ist einfach ein kleines Stück Herz geblieben.

Und dann passierte da noch etwas, das ich unbedingt erzählen möchte...  Wir haben während der gesamten Reise keinen einzigen Hund angefasst. Wirklich keinen. Eines Abends liefen wir aber an einem kleinen Dackel vorbei. Daneben stand vermutlich die Mutter. Der Dackel war zutraulich, Kim wollte nur schnell ein Foto machen. Die Mutter fand das offensichtlich nicht so gut – und schnappte nach ihr.

Zum Glück hatte Kim sich vor der Reise gegen Tollwut impfen lassen. Und das war wirklich entscheidend. Sri Lanka und Indien gehören zu den Ländern mit erhöhtem Tollwutrisiko, und streunende Hunde sind einer der Hauptüberträger. Auch bei einer Impfung sind nach einem Vorfall noch sogenannte Booster-Impfungen notwendig, weil Tollwut unbehandelt immer tödlich verläuft. Entsprechend vorsichtig ist man.

Wir mussten also noch zwei Auffrischungsimpfungen vor Ort für Kim organisieren. Zum Glück gibt es sowohl in Hiriketiya als auch in Mirissa medizinische Einrichtungen, und Kim war auslandskrankenversichert. Am Ende war alles gut – und wir konnten die Situation mit mit Humor nehmen. Aber es war eine wichtige Erinnerung: Reisevorbereitung ist nicht nur Bürokratie. Manchmal ist sie einfach verdammt wichtig.

Und trotz dieses Zwischenfalls bleibt Hiriketiya für uns ein Ort voller Leichtigkeit, Meer, Sonnenuntergänge und diesem Gefühl von "hier kann ich bleiben".

xx Chiara

Was es zu sehen & erleben gibt:


Die wunderschönen Strände in und um Hiriketiya

Der Hiriketiya Beach ist für mich ganz klar das Herzstück des Ortes. Die halbmondförmige Bucht, die Palmen, das entspannte Publikum... hier kannst du einfach stundenlang nur liegen, lesen, schwimmen oder den Surfern zusehen. Vor allem zum Relaxen fanden wir den Strand perfekt. Es gibt genügend Cafés in der Nähe, sodass du dir zwischendurch einen Drink holen kannst, und das Wasser ist je nach Saison gut zum Baden geeignet.

Etwas wilder und landschaftlich wirklich beeindruckend ist der Dickwella Beach. Als wir dort waren, waren die Wellen allerdings extrem stark. An Entspannung oder Surfen war an diesem Tag nicht zu denken. An ruhigeren Tagen soll man dort jedoch sogar mit Schildkröten schnorcheln können, was natürlich ein absolutes Highlight wäre. Es lohnt sich also, die Bedingungen vorher zu checken. Der Strand selbst ist auf jeden Fall wunderschön.

Wir sind außerdem noch zum Nilwella Beach ("Blue Beach") gefahren. Vielleicht hatten wir einfach Pech, aber uns hat der Strand ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugt. Die kleine Insel davor ist ganz nett und sorgt für eine besondere Kulisse. Als kleiner Ausflug ist es also okay. Vor allem wenn du ohnehin mobil bist und etwas mehr von der Gegend sehen möchtest. Aber wenn es rein ums Relaxen geht, hat uns der Hiriketiya Beach vollkommen gereicht.


Durch die kleine Boutiquen und Shops stöbern

Was ich in Hiriketiya auch total geliebt habe, war einfach durch die kleinen Shops zu schlendern. Der Ort ist zwar überschaubar, aber es gibt überraschend viele richtig süße Boutiquen. Besonders schön fand ich Mossy Clothing und Le Ketiya Boutique. Dort habe ich so viele schöne Teile entdeckt, vor allem luftige Leinenshirts und leichte Sommerkleidung zu wirklich fairen Preisen. Genau diese Art von Sachen, die du im Urlaub ständig trägst und später zuhause sofort mit Sonne verbindest.

Hiriketiya ist einfach nicht nur Strand und Surf, sondern auch ein bisschen kreativer, entspannter Boutique-Vibe. Und genau das mochte ich dort so sehr.


Entspannt in den Tag starten mit einer Yoga-Stunde

In Hiriketiya habe ich außerdem an einer Yogastunde teilgenommen – und zwar im Dots Bay House. Es gibt in Hiriketiya mehrere Anbieter für Yoga, informiere dich einfach, was für dich am besten passt. Die Atmosphäre war jedenfalls total angenehm, entspannt und nicht übertrieben spirituell – genau die Art von Morgenroutine, die ich mir im Urlaub wünsche.

Besonders schön war, dass ich zu Fuß hingehen konnte. Früh morgens durch den noch ruhigen Ort zu laufen, danach am Strand entlang zurück, das hatte schon etwas sehr Besonderes. Einer dieser Momente, in denen du merkst, wie gut dir so eine kleine Pause vom Alltag tut.

Generell eignet sich Hiriketiya perfekt für ein Yoga- oder Surf-Retreat. Wir haben selbst keins gemacht, aber seit dieser Reise steht es ganz oben auf meiner Liste. Ich kann mir kaum einen Ort vorstellen, der sich besser dafür anbietet, um wirklich runterzukommen.


Am Dondra Head den Leuchtturm bewundern

Auf dem Weg von Hiriketiya nach Matara haben wir einen kurzen Halt am Dondra Head Lighthouse eingelegt. Der Leuchtturm steht auf einer kleinen Klippe und wirkt mit seinem weißen Turm vor dem tiefblauen Meer richtig fotogen. Allein dafür lohnt sich schon ein kurzer Stopp.

Noch schöner fanden wir allerdings den Strand direkt daneben. Kaum Menschen, ein paar kleine Hütten, entspannte Vibes – es sah fast ein bisschen aus wie aus einem Reisekatalog, nur ohne Menschenmassen. Wir hätten direkt die Strandhandtücher auspacken können und den Tag hier verbringen können.

Wenn du die Strecke ohnehin fährst, solltest du hier definitiv einen kleinen Abstecher einplanen.


Mit Schildkröten in Mirissa schnorcheln

In Mirissa haben wir natürlich auch Zeit am Strand verbracht. Und ja, die Strände sind schön. Aber im direkten Vergleich zu Hiriketiya haben sie uns einfach weniger abgeholt. Vielleicht lag es am Charme, vielleicht am Vibe – Hiriketiya hatte für uns einfach mehr Herz.

Am Turtle Beach in Mirissa waren wir schnorcheln, weil der Strand dafür bekannt ist, dass du dort Schildkröten sehen kannst. Und ja, wir haben auch welche gesehen, was in dem Moment natürlich total schön war. Gleichzeitig war es aber sehr touristisch und die Bedingungen waren bei uns auch nicht optimal. Wenn ich es mit meinen Erfahrungen auf den Gili-Inseln in Indonesien vergleiche, waren die Bedingungen dort deutlich besser. Trotzdem: Eine Schildkröte in freier Wildbahn zu sehen, ist und bleibt besonders.

Auch der Secret Beach Mirissa hat uns nicht ganz überzeugt. Die Lage ist zwar nett, aber durch das große Restaurant direkt am Strand wirkt es sehr touristisch. An unserem Tag war zudem das Wetter nicht ideal – vielleicht hätte es bei Sonnenschein anders ausgesehen.

Sehr cool fand ich hingegen den Parrot Rock, der sich direkt am Strand aus dem Wasser erhebt. Landschaftlich macht das richtig etwas her und sorgt für eine schöne Kulisse. Was sich dagegen nicht wirklich gelohnt hat, war der Aufstieg zum Coconut Tree Hill. Der Spot ist bekannt von Instagram, aber vor Ort wirkte es weniger spektakulär als erwartet. Die Palmen waren teilweise beschädigt, und außer den Bäumen und einem Blick aufs Meer gibt es dort nicht viel zu sehen. Für uns war das eher ein „Kann man machen, muss man aber nicht“.


Was wir nächstes Mal sehen wollen

Unsere Zeit in Sri Lanka war leider begrenzt – und gerade an der Südküste gibt es noch so viele weitere Orte, die wir gerne gesehen hätten.

Gerne wären wir zum Beispiel noch nach Weligama und Ahangama gereist. Beides Orte, die für ihre Strände, Surfspots und stylischen Cafés bekannt sind. Auch Galle mit dem historischen Fort steht noch auf meiner Liste. Etwas weiter westlich liegt außerdem Ahu Bay, wo es auch unglaublich schön sein soll. Zudem ist der Osten der Südküste besonders bei Surfern beliebt und soll noch ruhiger und ursprünglicher sein als einige Orte an der Südwestküste.

Wir haben es nicht überall hingeschafft – aber vielleicht ist genau das das Schöne am Reisen. Nicht alles sehen zu müssen. Sondern Gründe zu haben, wiederzukommen. Meine Liste mit Orten, die ich in Sri Lanka noch entdecken möchte, ist jedenfalls ziemlich lang geworden. Und ich bin mir sicher: Wir waren nicht das letzte Mal dort!


Wo du lecker essen & trinken kannst

In Hiriketiya kannst du wirklich unfassbar gut essen. Alle unsere Spots habe ich in meiner Google-Maps-Liste gespeichert, aber ein paar möchte ich hier besonders hervorheben: Die First Roti Hut ist ein absolutes Must, wenn du richtig gutes Roti probieren möchtest. Es gibt herzhafte und süße Varianten – ich habe mich für die Nutella-Version entschieden und es keine Sekunde bereut. Einfach, günstig und richtig gut. Gehobener, aber unglaublich lecker ist das RAA Hiriketiya. Es ist wunderschön gelegen und qualitativ nochmal ein anderes Level. Perfekt für einen entspannten Abend mit richtig gutem Essen. Sehr leckeres, traditionelles Essen hatten wir zudem im Ceylonus Seafood Restaurant. Richtig gute Tacos und gelegentlich gute Drink-Deals gibt es zudem im The Hangout Hiriketiya. Wenn du Lust auf Party hast, lohnt es sich, die Augen und Ohren offen zu halten. Oft werden Flyer verteilt. Besonders beliebt ist das Dots Bay House, wo regelmäßig Partys stattfinden – dort kannst du auch essen und trinken. Auch im Chill Vibes Hostel gibt es immer wieder Events. Und dann sind da noch diese spontanen „Forest Raves“.

Auch rund um Mirissa und Matara haben wir richtig gut gegessen. Im Swell Cafe (gehört zu unserer Unterkunft) konnten wir sehr lecker essen. Ein echtes Highlight war für uns jedoch Dhana's Curry Pot. Dort gibt es eine Art Curry-Buffet, bei dem du verschiedene Currys probieren kannst. Perfekt, wenn du dich einmal quer durch die sri-lankische Küche testen möchte. Und super günstig! Wenn du in Mirissa feiern möchtest, dann ist das The Doctor's House eine klare Empfehlung. In der Hauptsaison gibt es dort jeden Mittwoch eine große Party, wo wirklich alle aus der Umgebung hinfahren. Die Location ist wirklich besonders und definitiv einen Besuch wert.


Wo du gut übernachten kannst

In Hiriketiya haben wir im The Atrium Hiriketiya (Affiliate Link) übernachtet – und es war wirklich ein Volltreffer. Das Hotel liegt nur wenige Schritte vom Strand entfernt, was für uns perfekt war, weil wir eigentlich jeden Tag direkt ans Meer gegangen sind. Einen Pool gibt es zwar auch, aber den haben wir ehrlich gesagt nie genutzt, weil wir lieber an den Strand wollten. Die Zimmer waren super sauber, modern eingerichtet und insgesamt sehr stilvoll. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist uns das Frühstück: im Preis inkludiert, richtig gut – und der Kaffee war tatsächlich einer der besten der Reise. Dazu kam unglaublich herzliches Personal. Sowohl der Chef als auch das gesamte Team waren total aufmerksam und entspannt. Genau diese Mischung aus Professionalität und Lockerheit hat den Aufenthalt für uns besonders gemacht.

Weiter ging es nach Mirissa bzw. Matara, wo wir im Swell Shacks (Affiliate Link) übernachtet haben. Auch dieses Hotel war unglaublich schön. Direkt am Strand gelegen, hörst du das Meeresrauschen aus dem Bett; und mit einem Pool, von dem aus du aufs Meer blickst. Besser geht es eigentlich kaum. Dazu ein gutes Restaurant vor Ort, sodass du theoretisch den ganzen Tag einfach dort bleiben könntest.

Beide Unterkünfte waren definitiv unsere Favoriten der gesamten Reise. Sie waren etwas teurer als unsere ersten Stops, aber immer noch absolut fair für das, was du bekommst. Wir würden beide jederzeit wieder buchen.



Ich habe dir eine Liste mit allen Orten auf Google Maps zusammengestellt.

Die Liste findest du hier.